Warum es sich für Studium und Beruf lohnt

Geistes- und Kulturwissenschaftler*innen haben mit so einigen Vorurteilen zu kämpfen. Das fängt bei den Klischees zum Aussehen an und hört bei angeblich fehlender Berufsperspektive auf. Trotzdem lohnt es sich, ein Studium der Kulturanthropologie und Co. anzustreben – und das bereits während der Studienzeit und später für den Beruf.

Auch wenn du gar nicht so genau weißt, was im Studium auf dich zukommt, ist es vielleicht genau das richtige. Denn es hat definitiv mehr Vorteile für Studium und Beruf, als man vielleicht meinen könnte.

Du kannst das studieren, was dich wirklich interessiert.

Wir genießen den Luxus, dass wir unglaublich viel Freiheiten haben, mit welchen Inhalten wir uns im Studium beschäftigen. Dabei kann man sich oft aussuchen, womit man sich eigentlich konkret auseinandersetzen will. Natürlich gibt es trotzdem Vorgaben, sozusagen wissenschaftliche Regeln. Aber die lassen sich ohne Weiteres mit der vielfältigen Alltagskultur vereinen.

Man hat in unserem Studium die Zeit und die Möglichkeiten, Inhalte zu wählen, die einen persönlich interessieren und weiterbringen – das ist ein Privileg, das man unbedingt nutzen sollte!

Susanne Zahn-Ulfig, Alumna Europäische Ethnologie

Natürlich kannst du auch in die Wissenschaft gehen. Im Studium kannst du sogar testen, inwieweit das für dich in Frage kommt. Dafür kannst du eigene kleine Forschungen durchführen und dich in wissenschaftlichem Arbeiten ausprobieren. Wenn du dich für die wissenschaftliche Laufbahn interessierst, solltest du unbedingt mal auf eine Tagung fahren.

Für das Studium lohnt es sich also schon mal sehr, weil du praxis- und forschungsnah studieren kannst. Dabei kannst du dich mit Themen auseinandersetzen, die dich auch so interessieren. Doch was bringt mir das für den späteren Job? Denn Spaß im Studium ist das eine, aber es lohnt sich auch für den Beruf.

Für den Beruf erwirbst du vielseitige Kompetenzen.

Wir sind Allrounder, weil wir uns in alles einarbeiten können. Wenn es ein Problem gibt, tragen wir zur Lösung bei, weil wir Dinge anders sehen. Damit bekommen wir ggf. die Jobzusage, wenn wir das entsprechend verkaufen können. Denn nur wenn du deine Kompetenzen kennst und sie benennen kannst, hast du bessere Verdienstchancen.

Oft wird dieser Faktor unterschätzt, aber ein Kultur-Studium pusht deine Karrierechancen, auch wenn du dich mit deiner Studienwahl vom Rest abhebst. Doch gerade wenn du das Fach sinnvoll kombinierst (z.B. mit Wirtschaft, Informatik, Sprachen), hebst du dich von der Masse ab und punktest bei möglichen Arbeitgeber*innen.

Bis du eine (langfristige) Stelle in Aussicht hast, kann es zwar dauern. Aber die Chancen für eine Anstellung stehen gar nicht so schlecht, wie immer angenommen wird. Die Gefahr der Arbeitslosigkeit droht nämlich nicht, wenn du dich und deine Kompetenzen verkaufen kannst. Wenn du dazu Tipps suchst, empfehlen wir dir zum Beispiel die Bewerbungstipps von “Blog the Job”.

Weitere Meinungen und Möglichkeiten, was du während und nach deinem Studium machen kannst, findest du in unserer Rubrik “Perspektiven“.